Nun hatte sich also doch die Gelegenheit ergeben bei den sagenumwobenen Boy Scouts of America reinzuschnuppern. Hatte die Hoffnung ja schon fast aufgegeben, und das, obwohl ich direkt neben einem Camp gelegen bin – auf dem sich nur nie einer hat blicken lassen.
Darauf angesprochen antwortete man mir, dass es bislang sets zu kalt/regnerisch/sonstig unbehaglich war. Womit wir der Essenz der Heldentruppe näher kommen.
Gezeltet wird in Plastik und Grill – wenn überhaupt, da man meist in Blockhütten schnarcht. Viel mehr wird Zeit mit Orden nähen, Plätzchen verkaufen und Co verbracht.
Klischee bestätigt…
Boy Scouts haben also nicht sonderlich viel mit Natur oder gar Abenteuer am Hut. Womit dann?
Nun, gan groß ist Rang- und Ordengeplänkel getreu nach Buche, sowie Erziehung und Training an der Waffe. Hinzu kommt stetiges ausrichten gen Stars’n'Stripes mit Gruß, sowie offensichtliche Kirchenfestigkeit.
Mit der Waffe für Gott und Vaterland…
An den Boy Scouts of America ist nicht viel Zauber dran, es ist Paramilitär voll schönwetter “Abenteurer” – zumindest in der hiesigen Truppe. Vielleicht finde ich in ein paar Wochen in Colorado bessere Vertreter.
Da lobe ich mir doch die deutschen Pfadfinder.
Nicht ein einziges Mal in meiner Pfadie-Karriere habe ich Keke verkauft, viel eher stets auf Achse – bei Wind und Wetter und nur mit dem Nötigsten. Wo bleibt denn da auch sonst der Spaß.
Nun ich durfte mit den Boy scouts of America und deren Explorer Program an einem mehr oder weniger duerftigen Modeling Kurs teilnehmen. Nicht weil ich mich so super huebsch finde, sondern der Langweile wegen und dem Draegen einer Freundin. Ich habe es ueber mich ergehen lassen und am Ende hat es doch irgendwie Spass gemacht. Aber das bei diesen Moechte-gern-Pfadfindern nicht so sehr viel dahinter steckt glaube ich gern. Viele Amerikaner neigen doch eher zu Bequemlichkeit, nicht kritisch gemeint. Mich verwirren nur immer wieder Drive-Thru Banken, Reinigungen, Recycling Stationen, Postfilalen usw.
lg Andrea
Kommentar von andrea — Juni 3, 2006 @ 3:57 nachmittags
[...] Nun, haben sich doch noch Pfadfinder im Camp nebenan eingefunden. Gleich ein paar Hundert, die dort ihr Sommerlager für die nächsten Wochen aufgeschlagen haben. Auf dem ersten Blick sieht dies mehr nach dem typischen US BoyScout Treiben aus, als was ich bei jener anderen Truppe erleiden durfte. [...]
Pingback von Ein Jahr USA » Boy Scouts, eine Revision — Juni 22, 2006 @ 3:47 vormittags
hmm… informative..
Kommentar von rigounc — Mai 23, 2009 @ 4:18 vormittags
na klasse-voll am eigentlichen sinn vorbei god bless america !
Kommentar von Nina Wieder Neufang — Januar 2, 2012 @ 1:10 nachmittags